Suchtverlagerung nach der Abstinenz – wenn das Essen übernimmt
- Carola Wasserberg

- 27. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Du hast es geschafft. Du hast aufgehört – mit Alkohol, mit Tabletten, mit dem, was dich so lange festgehalten hat. Das war kein kleiner Schritt. Das war eine der mutigsten Entscheidungen deines Lebens.
Und dann, irgendwann in der Abstinenz, bemerkst du etwas. Du greifst häufiger zum Essen. Nach einem stressigen Tag. Wenn die Einsamkeit kommt. Wenn du nicht schlafen kannst. Wenn du dich belohnen willst – oder einfach nur eine kurze Pause brauchst vom Lärm in deinem Kopf.
Das nennt sich Suchtverlagerung. Und es ist keine Schwäche. Es ist ein Muster, das das Gehirn kennt.
Was ist Suchtverlagerung – und warum entsteht sie?
Unser Gehirn liebt Dopamin. Substanzen wie Alkohol, Medikamente oder andere Suchtmittel haben jahrelang dafür gesorgt, dass Dopamin ausgeschüttet wurde – schnell, verlässlich, auf Befehl. Wenn diese Substanz wegfällt, sucht das Gehirn nach einem Ersatz. Etwas, das sich ähnlich gut anfühlt. Etwas, das erreichbar ist.
Essen – besonders Zucker, Fett und verarbeitete Lebensmittel – aktiviert dieselben Belohnungszentren im Gehirn. Es ist legal, günstig und immer verfügbar. Kein Wunder also, dass viele Menschen in der Abstinenz berichten: „Ich habe mit dem Trinken aufgehört – und esse jetzt unkontrolliert."
Das ist kein Versagen. Das ist Neurobiologie.
Emotionales Essen als Überlebensstrategie
Für viele Menschen war die Sucht nie wirklich nur die Substanz. Dahinter steckte etwas anderes: unverarbeiteter Schmerz, Erschöpfung, das Gefühl, nicht gesehen zu werden. Die Substanz hat das für eine Weile betäubt – oder erträglicher gemacht.
In der Abstinenz ist die Betäubung weg. Die Gefühle sind da, oft lauter als je zuvor. Und das Essen übernimmt die Funktion: kurze Erleichterung, ein Moment Trost, eine sekündliche Pause vom Druck.
Das ist emotionales Essen. Und es ist kein Problem mit dem Essen – es ist ein Signal des Körpers, dass etwas darunter Aufmerksamkeit braucht.
Was hilft wirklich?
Es braucht keinen weiteren Verzicht. Keine neue Verbotsliste. Kein Abzählen von Kalorien. Was wirklich hilft, ist das Verstehen: Was steckt hinter dem Griff zum Essen? Welches Gefühl sucht gerade nach einer Antwort?
Genau das ist der Ansatz von unDiät. Carola Wasserberg begleitet Menschen in und nach der Abstinenz dabei, emotionales Essen zu verstehen – liebevoll, ohne Druck, ohne Diät-Denken. In Einzel-Coaching-Sessions, persönlich in Potsdam oder online, lernen Menschen, was hinter ihrem Essverhalten steckt und wie sie neue Strategien entwickeln können, die wirklich zu ihrem Leben passen.
Wer in Potsdam, Brandenburg oder deutschlandweit Unterstützung bei Suchtverlagerung und emotionalem Essen sucht, findet bei Carola Wasserberg einen Ansatz, der den ganzen Menschen sieht – nicht nur das Symptom.
Du bist nicht allein damit.
Suchtverlagerung nach der Abstinenz ist weit verbreitet – und wird noch viel zu selten offen angesprochen. Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, ist das kein Zeichen, dass du versagst. Es ist ein Zeichen, dass du bereit bist, noch tiefer hinzuschauen.
Schreib Carola an – per DM, per Mail oder über das Kontaktformular. Der erste Schritt muss kein großer sein.
Carola Wasserberg bietet Coaching bei emotionalem Essen und Suchtverlagerung in Potsdam und online an. Mehr unter: www.undiaet.de
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